Sparky´s Skichallenge Blog oder "Die Geschichte eines mittelmässigen Skirennläufers
Nachdem ich mittlerweile 2 Rennen, unzählige Qulifikationskilometer und Probeläufe in den Knochen habe, Stürze nicht mitgezählt, weil bei denen verwundert es mich, dass ich überhaupt noch Knochen habe, denke ich es ist an der Zeit en wenig von dem Rennzirkus zu plaudern, der mich immer wieder aufs neue verschneite Berge herunter zwingt.
Zugegegeben mein Leben schaut nicht interressant aus, sieht man mich nur im Starthaus, auf der Piste und manchmal auch im Ziel, dennoch will ich hier von Zeit zu Zeit über mein Wohlergehen berichten:
4.1.2006
Heute war wieder so ein komischer Tag, erst schien noch die Sonne, dann war Schnefall zum abwinken und letztendlich musste ich auf einer vereisten Piste runterrutschen, Ziel habe ich noch keins gesehen, bin aber sicher das es noch da ist, wo ich es in Erinnerung habe. Eine Zuschauerin hat mir zugezwinkert, mal sehen was geht, eventuell werd ich das nächste mal theatralisch vor ihr in den Schnee fallen und auf ihre Hilfe hoffen......
5.1.2006
Ich muss wieder zum Pschychodoc, einmal sehe ich Geister, dann bin ich wieder alleine???!!! Ob das der Grund ist warum ich nie ankomme.....das Mädel inzwischen nicht mehr gesehen, weil nie mehr zur Stelle gekommen.
7.1.2006
Habe heute versucht mit dem Geist zu kommunizieren, um Tipps zu erhalten. Scheint ein Egoist zu sein, fährt einfach weiter......(Überlegung doch noch katholisch zu werden, um besseren Zugang zu erhalten)
9.1.2006
Heute gefahren wie ein junger Gott, 3 mal hintereinander das Ziel gesehen, Geist war keiner da, der Nebel lichtet sich......
10.1.2006
Mächtig Wirbel im Skiclub gemacht, hocken anscheinend alle auf der Hütte, gibts ja gar nicht.....so wird das nie was.
11.1.2006
Noch 2 Tage bis zum Rennen, es ist ein Wahnsinn was sich die Ausrichter erlauben. Bin auf einem Eisstück ausgerutscht und Richtung Fangzaun geschlittert. Mich über die Errungenschaften des Sicherheitsdenkens gefreut und ....WUMM!!! Voll eingeschlagen, betonhart sind die Dinger, was denken die sich dabei.
Ziel heut wieder nur aus der Ferne gesehen. Manchmal darüber nachgedacht, dass mein Leben einen "Täglich-grüßt-dass-Murmeltier-Charakter" hat. Zum Glück gibts diese bescheuerte Musik nicht. Überlegt wo dann meine Andie MacDowell bleibt und ob ich Klavierspielen lernen sollte. Verzweiflung macht sich breit
14.1.2006
So nervös gewesen, erst zwei Mal an den Start gegangen, das Rennen liegt mir, aber die Nervosität steigert sich ins unermessliche, irgendwie komm ich nicht richtig zum Fahren. Die Zeiten die vorgelegt wurden, sind jenseits des vorstellbaren, überlege die Dopingregeln zu meinen Gunsten auszulegen. Mal sehen was das Wochenende bringt.